Brandmaier Webentwicklung

Einfaches Social-Media-Marketing mit der eigenen Website

In diesem Beitrag will ich darauf eingehen, wie kleinere Unternehmer mit wenig Aufwand in das Social-Media-Marketing einsteigen können. Die gute Nachricht für alle Websitebesitzer ist, dass sie bereits den aufwendigsten Schritt hinter sich gebracht haben – die Erstellung der Website. Ein guter Webauftritt beinhaltet bereits alle wichtigen Informationen über das Unternehmen und ist dadurch ein perfekter Ausgangspunkt für Marketingaktivitäten. Trotzdem stellt natürlich die Frage, welche Wege es gibt, um mehr Interessenten auf den eigenen Webauftritt aufmerksam zu machen. In diesem Beitrag werde ich das Restaurant „Gourmetstüble“ als Beispiel nehmen, da dieses ein relativ einfaches, aber dennoch effektives Online-Marketing betreibt.

Social-Media

Social-Media ist wahrscheinlich jedem Unternehmer bekannt, da es bereits unzählige Artikel darüber gibt, wie man mit seinem eigenen Unternehmen in den sozialen Medien durchstarten kann. Trotzdem treffe ich immer wieder auf Unternehmen, welche in diesem Medium kaum aktiv sind. Mein persönlicher Eindruck ist, dass es sich hier nicht um ein Awareness-Problem handelt. Stattdessen fehlen vielen Unternehmern einfach die Inhalte, welche Sie in den sozialen Netzwerken posten können.

Was postet man also auf diesen Plattformen?

Mein grundlegender Tipp: möglichst natürliche und einfache Inhalte. Für den Anfang braucht man kein ausgeklügeltes Konzept, professionelle Fotos oder toll gestaltete Flyer. In der Regel reicht es einfach, interessante Dinge aus den täglichen Aktivitäten festzuhalten. Das Gourmetstüble macht dies richtig. Rechts im Bild sieht man die Instagram-Seite des Restaurants, auf der Speisekarten und Fotos der Gerichte zu finden sind. Das Tolle an dieser Seite ist, dass sie ganz natürlich entstanden ist ohne jegliche Inszenierung mit geringem Mehraufwand.

Hat der Koch des Gourmetstübles, Dusan Jokanovic, ein Gericht angerichtet, macht er davon schnell ein Foto mit seinem Smartphone. Später wird der Name des Gerichts zum Bild hinzugefügt und fertig ist der Beitrag. Wenig Aufwand, aber dennoch große Wirkung. Das Bild vom Rinderfilet unten links gefällt zum Beispiel 40 Leuten und in den Kommentaren kündigen Gäste des Gourmetstübles an, dass Sie bald wieder vorbeikommen wollen.

Dieses Beispiel hat mir gezeigt, dass Social-Media auch einfach gepflegt werden kann und in den meisten Fällen auch einfach pflegbar sein muss. Wenn man sich zu viel für Social-Media vornimmt, verliert man schnell die Lust und damit auch die Kontinuität, welche für dieses Medium unglaublich wichtig ist. Deswegen sollte man seine Social-Media Seite so aufbauen, dass man sie möglichst einfach pflegen kann. Dabei finde ich es sehr schlau von Dusan, dass er das Aufnehmen der Fotos in seine Koch-Routine eingebaut hat und dadurch automatisch seinen Account pflegt.

Ist das Konzept auf andere Unternehmen übertragbar?

Um zu zeigen, dass dieses Konzept auch auf andere Unternehmen übertragbar ist, habe ich ein kleines Brainstorming betrieben. Dafür habe ich Unternehmen verwendet, welche ich bereits kennenlernen durfte und mich an deren hauptsächlichen Aktivitäten orientiert.

  • Im Dienstleistungsbereich wie bei der Kosmetik würde es sich anbieten, Fotos von den Kunden vor und nach der Behandlung zu machen. Viele Friseur-Salons machen dies bereits. Aus Datenschutzgründen bräuchte man natürlich die Zustimmung der Kunden – alternativ könnte man auch nur die behandelte Stelle zeigen, damit die Person anonym bleibt. Außerdem wäre es interessant, die eigenen Methoden und Produkte vorzustellen. Dadurch können Interessenten ihre eigenen Hautprobleme mit den geposteten Bildern vergleichen und sich direkt über die möglichen Behandlungen informieren.
  • Im Einzelhandel, zum Beispiel als Juweliergeschäft, würde ich neu eingetroffene Produkte fotografieren. Um eine persönliche Atmosphäre zu schaffen, würde ich auch Interaktionen mit den Kunden dokumentieren. Zum Beispiel könnte man bei einer Trauringberatung ein Bild von dem ausgesuchten Ring am Finger posten und darunter kurz erklären, wieso dieser Ring ausgesucht wurde. Dadurch erhalten Interessenten eine schöne Übersicht über die verschiedenen Stile und sammeln Ideen für ihren eigenen Ehering.
  • Für einen Verein bietet es sich an, Fotos von Events wie zum Beispiel Turnieren zu posten. Dabei könnte man in der Beschreibung auf die Ergebnisse eingehen, Spieler verlinken und auch auf kommende Events hinweisen. Dadurch könnte man Interessenten für die bevorstehenden Events und Angebote begeistern und gleichzeitig das eigene Netzwerk über die Verlinkungen ausbauen.

Welche Plattform macht Sinn?

Im Prinzip macht jede gängige Plattform Sinn. Bei der Auswahl der Plattform sollte darauf geachtet werden, welche Art von Inhalten man am einfachsten generieren kann.

  • Kann man viele aussagekräftige Fotos aufnehmen wie das Gourmetstüble, bietet sich Instagram am meisten an. Der Vorteil hier ist, dass die Bilder für sich sprechen und man wenig Schreibarbeit hat.
  • Sind die eigenen Inhalte eher gemischt, würde ich zu Facebook tendieren. Hier kann Interessenten mit Fotos erreichen, aber auch mit simplen Text-Beiträgen. Außerdem gibt es hier viele Diskussionsgruppen, in denen man die eigenen Inhalte verbreiten kann und sich austauschen kann.
  • Weicht man von der Strategie des Gourmetstübles ab und will doch aufwendigere Artikel produzieren, so eigenen sich LinkedIn und Medium als am besten. Auf LinkedIn kann man sich vor allem mit anderen Experten in der eigenen Branche austauschen und seine Kompetenzen durch Blogartikel untermauern. Auf Medium kann man etwas freier Schreiben und dadurch Abonnenten sammeln.

Fazit

Zusammenfassend ist das Erstellen eines Social-Media Auftritts überhaupt nicht kompliziert. Zu Beginn reichen simple, aber authentische Beiträge vollkommen aus, um das eigene Unternehmen in den sozialen Netzwerken zu bewerben. Solltest du tiefergehende Fragen zu bestimmten Netzwerken haben, kannst diese sehr gerne per E-Mail oder in den Kommentaren stellen!

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